Lieber Weihnachtsmann, wir müssen reden!

Ja, ich weiß, ich bin diesmal verdammt früh dran mit dem Wunschzettelschreiben – aber dieses Jahr ist eben alles auch etwas komplizierter als sonst. Doch, wem sag ich das?! Bestimmt musst selbst Du inzwischen eine Maske tragen, oder?

Na ja, das werde ich ja dann sehen, wenn’s so weit ist und Du mir an Heiligabend mein eines, heiß ersehntes Geschenk vorbeibringst! 

Ja, du hast richtig gehört, ich habe diesmal wirklich nur einen einzigen Wunsch an Dich – doch der hat’s in sich: Kannst Du mir bitte einen Zauberstab schenken, mit dem ich uns von dieser fiesen „Corona-Plage“ befreien kann? – Und sag jetzt bloß nicht gleich Nein…

Okay, okay – wenn das mit dem Zauberstab zu viel verlangt ist, dann nehme ich alternativ auch gern ein anderes probates Wundermittel, das uns Covid-19 endlich vom Hals schafft! Oder sagen wir so: Hauptsache, Du bringst mir irgendwas, das hilft und das uns allen eine positive Perspektive für 2021 gibt! Und wenn ich „uns“ sage, meine ich damit natürlich auch immer meine zweite Heimat Mallorca. Doch das muss ich Dir ja nicht erst erzählen –schließlich „lieferst“ Du mir meine Weihnachtsgeschenke nun schon seit mehreren Jahren nach Palma statt nach Hamburg 🙂

Aber zurück zum Geschenk: Wie wäre es zum Beispiel mit einem wirksamen Corona-Medikament, das es uns ermöglicht, von der „neuen Normalität“ wieder ein kleines Stückchen zu unserer alten zurückzukehren? Das uns hilft, wieder zurückzufinden zu mehr Unbeschwertheit und Spontaneität, zu mehr Sicherheit und Planbarkeit und zu so vielem anderem, was uns im Corona-Jahr 2020 gerade abhanden zu kommen scheint. Wie zum Beispiel dem Pflegen sozialer Kontakte samt dem dazugehörigen Maß an körperlicher Nähe und Zuwendung, das jeder Mensch zum Leben braucht wie die Luft zum Atmen! Seinen Freunden endlich mal wieder ohne schlechtes Gewissen in die Arme fallen zu können oder bei Familientreffen keine Angst mehr haben zu müssen, möglicherweise ungeahnt zum Spreader zu werden – das alles wäre schön!

So, lieber Weihnachtsmann, jetzt weißt Du Bescheid und hast noch genügend Zeit, Dich bis zur Bescherung um meinen Wunsch zu kümmern … Ich warte dann also Heiligabend wie gehabt in Palma mit Glühwein und Stollen auf Dich – und vergiss bloß das Geschenk nicht! 

Liebe Grüße & STAY SAFE!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

22

10 2020

TaPalma – das Tapas-Event des Jahres

Noch 44-mal schlafen, dann ist es endlich wieder so weit … Nein, Weihnachten ist nicht gemeint – ich spreche von der TaPalma, d e m alljährlichen Tapas-Event schlechthin!

Corona zum Trotz dreht sich auch dieses Jahr wieder fünf Tagen lang in der Inselhauptstadt alles um die kleinen kulinarischen Leckerbissen, wenn es vom 25. bis 29. November wieder einmal heißt: Auf die Plätze, Tapas, los!

Und: Lust, auch mal mit von der Partie zu sein, wenn’s darum geht, die besten und neuesten Tapas-Kreationen der Stadt zu kosten?

Wer bisher noch nicht dabei war, dem sei hier kurz verraten, was sich hinter dem Zauberwort „TaPalma“ verbirgt…

TaPalma – Tapas-Fest des Jahres

Der sogenannten Ruta TaPalma zu folgen bedeutet, sich auf eine einzigartige 5-tägige kulinarische Genussreise zu begeben. Eine Reise, die durch rund 40 über die ganze Stadt verteilte Bars und Restaurants führt, die zu einem sagenhaften Preis von zirka 2 Euro pro Tapa individuell kreierte, hauseigene Tapas-Spezialitäten anbieten! Dabei stehen seit 2018 vielerorts auch glutenfreie und rein vegane Häppchen zur Verköstigung bereit. 

On top: Palmas beste Cocktails

Auch Durst leiden muss während der TaPalma keiner, gibt’s doch ein Getränk – meist ein Glas Bier oder Wein – ebenso günstig mit dazu. Aber es wird noch besser: Für alle Fans alkoholischer Mischgetränke stehen in einigen teilnehmenden Lokalen die besten Cocktails der Stadt gleich mit auf dem Programm. Denn im Rahmen des Tapas-Festivals präsentieren die frisch prämierten „Besten Barkeeper“ des Jahres auch gleich noch ihre neuesten Kreationen. Na dann: Salud, liebe Cocktail-Freunde!

Welche Bars und Restaurants sich in diesem Jahr an dem Event beteiligen, verrät die Übersichtskarte „Ruta TaPalma 2020“, die in der Regel ein paar Tage vor Beginn des Festivals auf  der offiziellen Website abrufbar ist. 

Also dann: Nichts wie hin zur TaPalma 2020 – und, wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja!

Kleiner Tipp: Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – Parallel zur TaPalma findet in Palma am 26.11. das traditionelle Anschalten der prunkvollen Weihnachtsbeleuchtung statt (siehe Foto unten)!

Mehr Infos: TaPalma 2020: 25. bis 29.11.2020

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.


12

10 2020

Castell de Bellver – Palmas Ganzjahres-Highlight

Viele von uns pflegen auf Mallorca ihre Rituale – so wie ich auch: Jedes Mal, wenn ich den Paseo Maritimo vom Club de Mar aus in Richtung Kathedrale schlendere, bleibe ich auf halber Strecke kurz stehen und blicke ehrfurchtsvoll zu ihr hinauf, zu Palmas Burg mit der schönsten Aussicht…

Das Castell de Bellver thront als einzige noch erhaltenen Rundburg Spaniens hoch über Palma auf einem grünen Pinien-bewaldeten Hügel, nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Und das täglich – seit nunmehr über 700 Jahren ;-))

Castell de Bellver – Nomen est omen

Das ganze Jahr über besuchen nicht nur Touristen, sondern mindestens genauso viele Einheimische dieses beliebte Ausflugsziel, vor allem wegen seiner – nomen est omen – spektakulären Ausblicke! 

Oberhalb der Burg-Arkaden bietet sich jedem Besucher ein einzigartiger Rundum-Panoramablick, der vom hügeligen Hinterland über „La Ciutat“, die Kathedrale, den Hafen und die Bucht von Palma bis hinüber nach Cala Major reicht. Einfach atemberaubend – und mit Worten nur schwer zu beschreiben…

Schönster Palma-Blick plus Kultur

Wem die spektakulären Ausblicke allein noch nicht reichen, der kommt auf Castell de Bellver auch kulturell auf seine Kosten, denn die Burg beherbergt in ihren altehrwürdigen Gemäuern auch noch ein Museum zu Palmas Stadtgeschichte, das Museu d’Historià de la Ciutat! 

Kurz und gut: Castell de Bellver bietet für einen wirklich fairen Eintrittspreis von nur vier Euro – sonntags sogar kostenlos! – das ganze Jahr über den definitiv besten Blick auf Palma – und seine Geschichte!

Extra Ausflugs-TIPP: Am schönsten ist es, die Burg vom El Terreno-Viertel aus etwa 15 Minuten zu Fuß zu erklimmen – bei einem Spaziergang durch den Bellver-Park: Einfach die steinernen Treppenstufen nehmen, den würzigen Duft des Pinienwaldes einatmen und den Vögeln beim Zwitschern zuhören. Herrlich!


Wegbeschreibung: Von Palmas Zentrum über die Avenida de Joan Miró (mit den Buslinien 4 oder 20) kommend, im Stadtteil El Terreno kurz hinter dem Hotel Gran Meliá Victoria rechts in die Calle de Bellver abbiegen und dann immer nur noch der Nase nach bis zum schmiedeeiserne Eingangstor des Parc de Bellver – ist nicht zu verfehlen!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

22

09 2020

Pa amb Oli – die Brotzeit der Mallorquiner

Heute dreht sich hier kulinarisch mal alles um einen der inseltypischsten Leckerbissen überhaupt: Pa amb Oli (sprich PAMBOLI) – die heiß geliebte Tomatenstulle der Mallorquiner! Neugierig geworden…?

Gut! Dann geht’s jetzt mitten hinein in die facettenreiche Welt des mallorquinischen Brotzeit-Klassikers, dessen Name übersetzt eigentlich nichts weiter als „Brot mit Öl“ bedeutet und doch so viel mehr ist…  

Pa amb Oli – kulinarischer Klassiker

… und zwar eine nationale Institution, da fester Bestandteil im Leben nahezu eines jeden Mallorquiners. Und das ist jetzt nicht nur einfach mal so von mir dahingeplappert, sondern „wissenschaftlich“ belegt: durch eine Studie, die das Kaufhaus El Corte Ingles gemeinsam mit Oli de Mallorca, dem Verband der mallorquinischen Olivenölerzeuger, im Jahr 2016 durchführen ließ. Mit dem erstaunlichen Ergebnis, dass Pa amb Oli bei 76 Prozent der Inselbewohner mindestens einmal die Woche auf den Tisch kommt! Wer hätte das gedacht…?!

Besonders beliebt ist dabei die klassische Variante, die aus fünf simplen Zutaten besteht: 

1 Scheibe Bauernbrot (idealerweise das typisch mallorquinische Pan Moreno)
1 Ramallet-Tomate
1 Knoblauchzehe
Olivenöl (idealerweise ein Oli de Mallorca)
Meersalz

Passende Beilage:
Meeresfenchel, Kapern, Cornichons und Oliven 


Die sättigende Variante – mit Serranoschinken

Hört sich unkompliziert an, ist es aber nicht. Warum? Weil sich die Geister bereits bei der Art der Zubereitung dieser inseltypischen „Brotzeit“ scheiden. Die einen bevorzugen als „Basis“ ein dunkles Bauernbrot, die anderen das hellere salzlose Pan Moreno. Die einen rösten ihr Brot vor der Zubereitung, die anderen nicht. Und so weiter und so fort…

Anspruch auf Gültigkeit hat für sogenannte Pa amb Oli-Traditionalisten allerdings nur eine Art der Zubereitung – und die geht so: 

Das Geheimnis der Zubereitung

Eine geröstete Pan Moreno-Scheibe zuerst mit einer Knoblauchzehe abreiben, danach das Brot mit der Unterseite einer halbierten Ramalett-Tomate einreiben, bis ein Hauch von Tomate die Scheibe bedeckt. Das Ganze anschließend mit etwas Olivenöl beträufeln, salzen – fertig! Diese Grundform lässt sich noch beliebig erweitern mit einem Belag aus Sobrasada, Lomo (gebratenen Schweinelende), Serranoschinken und so weiter. Der Experimentierfreudigkeit sind hier keine Grenzen gesetzt.


Mein Pa amb Oli-Favorit – belegt mit Mahonkäse

Und wer – wie ich – nicht zu den Traditionsverfechtern zählt, der macht sich seine mallorquinische Tomatenstulle einfach frei Schnauze, wie es ihm/ihr gefällt. Ich zum Beispiel gebe schon gleich nach dem Einreiben mit der Knoblauchzehe sowohl das Olivenöl als auch das Salz aufs Brot. Anschließend reibe ich kräftig mit der Tomatenhälfte über das Ganze drüber. Und als krönender Abschluss kommt dann noch eine dicke Scheibe Mahon-Käse obendrauf. Mmmmh, schmeckt das lecker! Zur Nachahmung wärmstens empfohlen…

In diesem Sinne: Guten Appetit oder besser gesagt „Bon Profit“!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

08

09 2020

Urlaub 2021 – Feiertage auf Mallorca im Überblick

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub!, heißt es so schön… Ich finde, da ist was Wahres dran… Und deshalb, und weil wir uns unsere Zukunftsplanung von Corona nicht kaputtmachen lassen, gibt’s hier und heute schon mal für alle Planungswütigen wie mich alle Mallorca-Feiertage für 2021 auf einen Blick!

Wer kennt das nicht…? Man ist gerade in Urlaub auf Mallorca und plötzlich gibt’s hier Feiertage, von denen man nicht einmal im Entferntesten wusste, dass sie überhaupt existieren! – Das kann dann manchmal, wie ich aus eigener Erfahrung weiß,  schon ein bisschen ärgerlich sein…

Gut zu wissen – die Feiertage 2021

… wenn man eventuell nur für ein paar Tage – zum Beispiel für ein verlängertes Wochenende – auf die Insel reist und ausgerechnet während dieser kostbaren Zeit feiertagsbedingt unvermutet vor verschlossenen Türen steht. Dann heißt es: Ade, liebe geplante Shopping-Tour ;-((

Immer wieder schön – die Insel von oben betrachtet

Damit es während des lang ersehnten Mallorca-Aufenthalts erst gar nicht zu einem solchen kleinen Malheur kommt, finden alle Mallorcaurlaub-2021-Planer nachfolgend die inselweit geltenden Feiertage schon mal auf einen Blick!

  • Freitag, 1. Januar (Neujahr)
  • Mittwoch, 6. Januar (Heilige Drei Könige)
  • Montag, 1. März (Tag der Balearen)
  • Donnerstag, 1. April (Gründonnerstag)
  • Freitag, 2. April (Karfreitag)
  • Montag, 5. April (Ostermontag)
  • Samstag, 1. Mai (Tag der Arbeit)
  • Dienstag, 12. Oktober (Nationalfeiertag)
  • Montag, 1. November (Allerheiligen)
  • Montag, 6. Dezember (Spanischer Verfassungstag)
  • Mittwoch, 8. Dezember (Mariä Empfängnis)
  • Samstag, 25. Dezember (Erster Weihnachtsfeiertag)

MEIN TIPP: Alle Feiertage am besten gleich im Urlaubsplaner 2021 rot anstreichen ;-))

Kurztrip nach Mallorca – Palma ist immer eine Reise wert

In diesem Sinne: VIEL SPASS bei der Mallorca-Urlaubsplanung – denn Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!

¡Hasta pronto, Mallorca! – Wir kommen wieder, keine Frage!

31

08 2020

„Corona ist ein Arschloch!“…

… stand in fetten schwarzen Lettern gut lesbar auf dem T-Shirt eines Mannes, der mir kürzlich in Hamburg entgegenkam. Stimmt!, hab ich damals gedacht – und musste dabei ein wenig schmunzeln über diesen derben, aber doch irgendwie zutreffenden Spruch!

Seit vergangenem Freitag, dem Tag, an dem die Balearen von der Bundesregierung zum Risikogebiet erklärt und mit einer Reisewarnung belegt wurden, schmunzle ich allerdings nicht mehr. Nun bin ich sogar geneigt, den oben zitierten Satz noch um ein weiteres kleines Wort zu ergänzen, und zwar: „großes“!

Corona macht leider keine Ferien

Von Natur aus eigentlich eher mickrig, hat es dieses fiese Virus doch tatsächlich geschafft, alle Hoffnungen und Anstrengungen Mallorcas, was Inselurlaub trotz Corona angeht, erst einmal wieder zunichtezumachen. Und dabei hatte doch alles vor noch gar nicht allzu langer Zeit so positiv angefangen … 

…mit dem gelungenen „Pilotprojekt“ im Juni, über das europaweit medien- und werbewirksam berichtet wurde, mit wohl durchdachten Hygienekonzepten und hohen Sicherheitsstandards wie dem obligatorisch auszufüllenden Gesundheitsformular für alle ausländischen Mallorca-Ankömmlinge, mit erweiterter Maskenpflicht und, und ,und!

„Die Balearen sind ein sicheres Reiseziel“ lautet die klare Botschaft der Balearenregierung. Und so läuft der Tourismus nach offizieller Beendigung des Notstands und Aufhebung der Reisebeschränkungen tatsächlich ab Mitte Juni langsam, aber sicher wieder an. 

5. Juli 2020 – Happy und dankbar, wieder zurück zu sein

Am Abend des 5. Juli steige auch ich als eine der ersten überzeugten Mallorca-Rückkehrer am Palma Airport aus dem Flieger. Es folgen drei unbeschreiblich schöne Wochen, in denen ich hautnah miterleben darf, wie die Insel Tag für Tag ein kleines Stückchen mehr aus ihrem coronabedingten Dornröschenschlaf erwacht. Anfangs sind selbst in der Hauptstadt Palma noch viele Geschäfte und Lokale geschlossen – doch bis zu unserer Abreise haben auch von ihnen zahlreiche wieder geöffnet.

Der Strand von Puerto Portals ist im Juli bereits gut besucht

Unbeschreiblich, mit welcher Sympathie und Euphorie wir Rückkehrer auf der Insel empfangen werden: Egal, wohin ich auch komme, überall blicke ich in strahlende Gesichter positiv gestimmter Menschen. Menschen, die sich durch einen strikten monatelangen Lockdown eisern in die „neue Normalität“ zurückgekämpft haben und nun darauf hoffen, dass es endlich wieder bergauf geht… 

Heute, nur drei Wochen später, sitze ich sichtlich geknickt an meinem Laptop und schreibe diese Zeilen – über das große A… Corona, das ich, wenn’s irgendwie möglich wäre, nur zu gern für immer zum Teufel jagen würde!

Adios Mallorca – hasta pronto, bis bald!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

20

08 2020

Playa de Formentor – Karibik à la Mallorca

Lust auf einen kleinen Ausflug in die Karibik? – Wer jetzt „Ja, aber das geht doch in Zeiten von Corona gar nicht!“ sagt, dem kann geholfen werden…

…und zwar mit einem Besuch der Playa de Formentor – d e r mallorquinischen Antwort auf karibische Traumstrände!  

Karibik-Feeling pur auf Mallorca

Gut versteckt, liegt der knapp einen Kilometer lange, strahlend weiße Sandstrand romantisch im westlichen Teil der Bucht von Pollença, nur darauf wartend, endlich auch von eingeschworenen Südseefans entdeckt zu werden. Auf Entdeckungsreise begibt man sich allemal, will man dorthin gelangen. Denn auf dem Landweg gibt’s nur eine Möglichkeit, das Ziel zu erreichen: per Roadtrip über die abenteuerliche Ma-2210, eine der spektakulärsten Passstrecken Mallorcas! 

Die Südsee lässt grüßen – Playa de Formentor

Diese schmale 13 Kilometer lange Serpentinenstraße zum Cap de Formentor sollte wirklich jeder Mallorca-Besucher einmal im Leben entlanggefahren sein – vorausgesetzt, man verfügt über gute Nerven und einen gewissen Erfahrungsschatz, was das Befahren kurvenreicher Gebirgsstrecken betrifft. Beides ist hier gefragt, denn auf der Ma-2210 kommen einem aus den Kurven nicht selten, aber dafür unverhofft die ein oder anderen Rennradfahrer entgegen – und das eher rasant als galant …

Ma-2210 – Traumroute zum Cap de Formentor

Doch wer sich erst mal auf das „Abenteuer“ eingelassen hat, wird letztendlich fürstlich belohnt: mit atemberaubenden Ausblicken, die ihresgleichen suchen! 

Mirador es Colomer – ein Must-visit

Das absolute Highlight ist dabei zweifellos der Aussichtspunkt „Mirador es Colomer“, etwa auf halber Strecke zwischen Port de Pollença und Cap de Formentor. Von der beliebten Aussichtsplattform aus hat man einen einzigartigen Blick auf das wohl bekannteste Fotomotiv Mallorcas: die schmale, lang gestreckte Landzunge Formentor, die – wie der Rücken eines Drachens – imposant aus dem Meer emporragt. Einfach faszinierend!

Die Landzunge von Formentor – das Fotomotiv Nummer 1

Vom Mirador es Colomer ist es dann nur noch ein Katzensprung bis zum bewachten, kostenpflichtigen Strand-Parkplatz nahe der Cala Formentor. Jetzt heißt es nur noch kurz zu Fuß fünf Minuten durch einen kleinen, würzig duftenden Pinienhain zu laufen, und schon ist man angekommen, an Mallorcas Traumstrand – mit seinem unfassbar klaren türkisfarbenen Wasser, dem hellen pinienbeschatteten Sandstrand und den zum Relaxen einladenden Strandliegen.  

Bienvenido a la Playa de Formentor – willkommen in der Karibik!

11

08 2020

Balearen-Inselhopping statt Kreuzfahrt

Wer das Gefühl hat, auf Mallorca schon alles gesehen zu haben und immer noch reif ist für die Insel, dem kann geholfen werden? – Wie? Na mit Inselhopping…

… statt Kreuzfahrt! Einfach mal schnell mit der Fähre rüberhüpfen zur kleinen Balearen-Schwester Ibiza. Morgens hin und abends wieder zurück – die perfekte Kombination aus Bootstrip und Landausflug in einem.

Mit Baleària und Transmediterránea bedienen gleich zwei große Reedereien von Palma de Mallorca aus die Fährroute zur Nachbarinsel. Potenzielle Inselhopper haben damit täglich die Wahl zwischen mehreren verschiedenen Abfahrtszeiten für Hin- und Rückfahrt – zumindest in der Hauptsaison.

Hier an Palmas Estació Maritima liegen sie – die Ibiza-Fähren


Das erste Schiff in Richtung Ibiza verlässt Palmas Hafen frühmorgens um 7.30 Uhr; es folgen noch weitere Passagen um 8.00 Uhr, 9.30 Uhr und 10.30 Uhr. Die Überfahrt dauert, je nach Schiffstyp, zwischen zwei (mit der Schnellfähre) und vier Stunden. Zurück geht’s abends von Ibiza-Stadt, je nach Fährgesellschaft und Wochentag, entweder um 19.00 Uhr, 19.30 Uhr, 20.00 oder 22.00 Uhr. Auch hier variiert die Dauer der Überfahrt wieder, abhängig vom jeweils gebuchten Fährtyp.

Kreuzfahrt-Alternative Inselhüpfen

Die kleine „Tageskreuzfahrt“ lässt sich problemlos bei diversen Anbietern im Internet online buchen oder auf den Websites der beiden oben genannten Fährgesellschaften. Ein Ticketkauf ist darüber hinaus auch direkt vor Ort in Palma an den Verkaufsschaltern der Reedereien im Fährterminal „Estació Marítima“ möglich. Aber bitte Ausweis nicht vergessen – dieser muss bereits beim Ticketkauf vorgelegt werden!

Anfang und Ende der Reise – Palmas Fähranleger

Als Tagestrip unternommen, ist das Ganze meiner Meinung nach eher ohne Pkw zu empfehlen. Denn dieser schlägt bei der Überfahrt mit Extrakosten von rund 50 Euro (Kleinwagen) doch ziemlich zu Buche – während Tickets für die reine Überfahrt hin und zurück schon ab 99 Euro pro Person zu haben sind. Gut angelegtes Geld, wie ich nur sagen kann – gemessen am Gegenwert, den man dafür erhält: eine mehrstündige entspannte Reise zu Wasser, auf der man sich an Deck ausgiebig und im Preis inbegriffen die frische Meeresbrise um die Nase pusten lassen kann. Gerade jetzt während der heißen Sommermonaten eine wahre Wohltat. 

Entschleunigung pur inbegriffen

Meer, Meer und noch mal Meer…

Wer dann noch – völlig losgelöst vom Hier und Jetzt – den Blick übers tiefblaue Meer in Richtung Horizont schweifen lässt, kann sie spüren, die pure Entschleunigung! Einfach unbezahlbar dieses Gefühl.

Ibiza – Mallorcas hübsche Schwester

Schließlich völlig entspannt im Hafen von Ibiza angekommen, erwartet einen als perfekter Gegenpol nun wieder das sprudelnde Leben in einer pulsierenden Stadt… 

Angekommen – Blick auf den Fährhafen von Ibiza-Stadt

Bis zur Rückfahrt am Abend bleibt genügend Zeit, Eivissa, so der katalanische Name von Ibiza-Stadt, nach Herzenslust zu entdecken: sei es bei einer der überall im Ort angebotenen Sightseeing-Touren, beim gemütlichen Stadtbummel auf eigene Faust mit anschließendem gemütlichen Mittagessen in einem der vielen hübschen Altstadt-Lokale oder bei einem Einkaufstrip durch die zahlreichen Geschäfte der Innenstadt! 

Eivissa – die lebensfrohe einladende Inselmetropole

Und weil das alles so schön ist, wird so mancher nach erfolgreichem ersten Mal „Inselhüpfen“ zum Wiederholungstäter … wie ich auch!

Apropos: Ein Fährtrip von Alcúdia nach Menorca macht mindestens genauso viel Spaß 😉

Deshalb lautet meine Devise: Balearen-Inselhopping – zur Nachahmung dringend empfohlen!

03

08 2020

Paradies gesucht – und auf Mallorca gefunden

Wer in diesem Jahr trotz Corona nach Mallorca reist, wird mehr als reichlich dafür belohnt: mit einer Insel, auf der vielerorts geradezu paradiesische Zustände herrschen. 

Und wer’s nicht glaubt, den nehme ich jetzt einfach mal mit auf meine Reise zu jenen paradiesischen Plätzen und Orten, die es dieser Tage so zahlreich auf der Insel zu entdecken gibt …

Auf Paradies-Tour über die Insel

Dreh- und Angelpunkt meiner kleinen Paradies-Tour ist die Serra de Tramuntana, jener gewaltige Gebirgszug im Nordwesten der Insel, der wegen seiner Gesamtlänge von 80 Kilometern auch schon mal gern „Rückgrat Mallorcas“ genannt wird. 

Starten wir also mit einem unvergesslichen Roadtrip von Pollença nach Sóller – immer entlang der gut ausgebauten spektakulären Gebirgsstraße Ma-10, die zurzeit erfreulich unbefahren ist. Hier jagt ein fantastischer Ausblick auf die umliegende Bergwelt den nächsten… Einfach gigantisch! 

Türkisblau leuchtet der Cúber-Stausee in der Tramuntana

Schließlich in Sóller angekommen, geht’s dann per pedes endlich rein in die Natur: Bei einer leichten Wanderung auf dem Cami Biniaraix hinauf ins gleichnamige malerische Bergdörfchen, mit anschließender Einkehr in eines der urigen Lokale. Meine Empfehlung: Hier unbedingt Pa amb oli, die typisch mallorquinische „Brotzeit“, bestellen und mit jedem Bissen das Landleben genießen!

Brotzeit auf Mallorquinisch – Pa amb oli

Nach schweißtreibenden Wanderstunden ist etwas Abkühlung angesagt. Vamos a la playa, oder besser gesagt: Cala. Denn auf dem Programm steht nun Baden in der einsam gelegenen Natursteinbucht Cala Estellencs. 

Dafür geht’s erst mal wieder zurück auf die Ma-10, aber diesmal in die andere Richtung, sprich von Sóller nach Andratx – eine Panoramaroute, wie sie im Buche steht…

Panoramaroute zur Cala Estellencs

Der Weg ist das Ziel!, lautet ab jetzt die Devise: Denn die halbstündige Fahrt von Sóller zur Cala Estellencs führt vorbei an allen bekannten Traumorten der Westküste, angefangen beim ehemaligen Künstlerdorf Deià, mit seinem sehenswerten kleinen Robert-Graves-Museum, vorbei an den berühmten Terrassenfeldern Banyalbufars hin zur benachbarten Siedlung Estellencs, die sich ruhig und beschaulich an die Hänge des 1026 Meter hohen Tramuntanagipfels Galatzó schmiegt!

Unweit der Ortsmitte beginnt sich eine kleine abenteuerliche Serpentinenstraße hinunter zur Bucht von Estellencs zu schlängeln. Aber Achtung: Bei Gegenverkehr sind starke Nerven gefragt! 

Auf Mallorca führen viele Wege ins Paradies

Doch erst mal unten angekommen, erwartet einen das buchstäbliche Paradies auf Erden: Keine Sonnenliegen, kein Musikgedudel; dafür glasklares Wasser, ein leerer felsiger Ministrand plus angrenzendem urig einfachen Chiringuito mit leckerem Tapas-Angebot sowie Fisch-Spezialitäten vom Grill – und dem saubersten WC, das ich bisher bei einer Strandbar vorgefunden habe!!

Cala Estellencs – Robinson Crusoe lässt grüßen

Krönender Abschluss meiner Route zu „Mallorcas Paradies-Orten 2020“ ist das ehemalige Fischerdorf Sant Elm, etwa neun Kilometer westlich von Andratx!

Der kleine 400-Seelen-Ort, direkt gegenüber von Sa Dragonera, der Dracheninsel, gelegen, droht in normalen Sommermonaten wegen Überfüllung stets aus den Nähten zu platzen – doch nicht so in diesem Jahr.

Ruhig und beschaulich liegen die Schiffe vor Sant Elm

Parkplatzsuche? Kein Problem! Sogar die einladenden kleinen Bänke mit romantischem Blick aufs Wasser mitten im sonst so quirligen Ortskern sind verwaist. Paradiesische Ruhe liegt über Sant Elm, auch wenn hier und da ein paar Souveniershops und Lokale geöffnet haben. Auch Bootstouren nach Sa Dragonera finden statt – nur in diesem Jahr ohne das übliche Gedränge…

Kurz und gut: Wer das Paradies sucht, wird es gerade jetzt auf Mallorca finden – versprochen!

28

07 2020

Coca de Trampó – so schmeckt Mallorca!

Mmmmh!


Liebe geht durch den Magen, sagt man… Stimmt! So wurzelt meine Liebe zu Mallorca zu einem großen Teil auch in der traditionellen mallorquinischen Küche, die mich vom ersten Tag an begeistert und für die Insel eingenommen hat! 

Besonders angetan hat es mir dabei die „Coca de Trampó“ – ein simpler, aber überaus schmackhafter Gemüsekuchen vom Blech. Die von manchen auch gern augenzwinkernd „Pizza Mallorcas“ genannte Köstlichkeit gibt es in unzähligen Varianten: Mal ganz klassisch mit einer Mischung aus Tomaten, Zwiebeln und Paprika belegt, oder alternativ auch mit Spinat, Sardinen und natürlich auch mit Sobrasada! Ich jedenfalls kaufe mir jedes Mal, wenn ich zurück auf der Insel bin, als Erstes in meiner Lieblings-Panaderia ein Stück Coca de Trampó! Und spätestens nach dem ersten Bissen bin ich wieder auf Mallorca angekommen…

Ein Stück Mallorca zum Reinbeißen


Nie werde ich den Moment vergessen, an dem ich zum ersten Mal die Bekanntschaft dieser traditionellen mallorquinischen Spezialität gemacht habe – im Mai 2010, bei meinem allerersten Inselaufenthalt in einem Hotel in Cala d’Or …

Dort zierte jeden Morgen ein großer Teller mit farbenfrohen, herrlich duftenden Coca de Trampó-Stücken das Frühstücksbuffet. Als blutige Mallorca-Anfängerin, die ich damals war, machte ich die ersten Tage noch einen großen Bogen um den mir unbekannten Gemüsekuchen – ganz nach dem Motto: „Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht!“

Gemüsepizza auf mallorquinische Art

Doch irgendwann müssen dann wohl meine Pfälzischen Gene durchgekommen sein – wir Pfälzer lieben’s ja bekanntlich deftig, mit Saumagen und so… Denn am dritten Tag habe ich mir schließlich dann doch ein kleines Stück dieser mallorquinischen Pizzavariante auf den Teller gepackt, um wenig später am Frühstückstisch zaghaft hineinzubeißen. Gut, dass ich saß: Denn das fulminante Geschmackserlebnis, das ich in diesem Moment erlebte, hat mich einfach umgehauen. 

Seither bin ich schwer verliebt, nicht nur in die leckeren Cocas de Trampó, sondern vor allem in Mallorca – die schönste Insel der Welt!

Coca de Trampó zum Selbermachen


Und wenn ich mal nicht auf meiner Insel sein kann, zaubere ich mir einfach in Hamburg mit einer selbst gemachten „Balearenpizza“ ein herzhaftes Stück Mallorca auf den Tisch! Inzwischen habe ich hierfür auch das ideale Rezept gefunden. Geht kinderleicht – versprochen!

Selbst gemachte Coca de Trampó – geht kinderleicht

Für alle, die jetzt Appetit und Lust auf eine typische Coca bekommen haben, hier mein Rezept: 

Zutaten (ein Backofen, hahaha!):

Belag: 

4 Tomaten
2 Zwiebeln
2 Paprika (grün, rot oder gelb – egal)
2 Knoblauchzehen
1 Ei
1 Tasse Olivenöl
1 EL Paprikapulver, edelsüß
Salz und weißen Pfeffer

Für den Teig:

400 g Weizenmehl
20 g Frischhefe
½ Tasse Olivenöl
50 g Schweineschmalz

Zubereitung: Zuerst in einer großen Schüssel die klein gebröselte Hefe mit etwas lauwarmem Wasser auflösen. Dann das Ei, Olivenöl und weiches Schmalz dazugeben und alles mit den Händen (!) gut verrühren. Jetzt nach und nach das Mehl dazu geben und dabei alles immer schön mit den Händen durchkneten, bis ein kompakter Teig entsteht. Diesen mit einem Geschirrtuch abdecken und für zirka 20 Minuten an einen warmen Ort stellen, damit der Teig gehen kann. 

In der Zwischenzeit das Gemüse vorbereiten: Die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Tomaten waschen und fein würfeln. Knoblauchzehen pellen und kleinhacken. Die Paprika waschen, längs halbieren, von Stilansatz, Samen und Scheidewänden befreien und würfeln. Alles zusammen mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver in eine Schüssel geben, das Olivenöl darübergießen und anschließend alles gut vermengen.

Mehl + Olivenöl + frische Hefe + Schweineschmalz = Teig!

Das Backblech gut einfetten (ich nehme dafür auch Olivenöl!). Nun den Teig auf dem Blech ausrollen und die Gemüse-Zwiebel-Knoblauch-Mischung gleichmäßig darauf verteilen. 

Die Coca anschließend in den auf 200 °C vorgeheizten Ofen (mittlere Schiene) geben und 20 Minuten backen. Fertig!

Der Gemüsekuchen schmeckt warm oder kalt. Dazu passt am besten ein trockener mallorquinischer Rotwein!

Na dann, guten Appetit – oder wie die Mallorquiner sagen: BON PROFIT!

20

07 2020