Willkommen im Mallorca-Jahr 2022

Wer hat an der Uhr gedreht…? Kaum zu glauben, dass 2021 tatsächlich schon Geschichte ist! Egal, was soll’s, war rückblickend betrachtet eh nicht so doll, oder? Weinen wir ihm also keine Träne nach, sondern freuen uns stattdessen lieber auf das, was kommt: Auf ein wundervolles 2022 mit vielen neuen Mallorca-Highlights hier auf dem Blog!

Und wenn wir schon beim Thema sind, fangen wir doch gleich mal mit dem ersten Highlight des Jahres an: Der Mandelblüte auf Mallorca. 

Mandelblüte – die 5. Jahreszeit

Jetzt im Januar heißt es für die mehr als 4 Millionen Mandelbäume der Insel wieder weiße und rosafarbene Blüten treiben, was das Zeug hält! Tatkräftig unterstützt werden sie dabei von einem ihnen wohlgesonnenen Wettergott, der Mallorca mitten im Winter mal eben einen kleinen Sommer beschert. Worauf sich die Insel bei blitzblankem Himmel, strahlendem Sonnenschein und Toptemperaturen von bis zu 20 Grad nach und nach in einen einzigen wohlriechenden farbenprächtigen Blütenteppich verwandelt. 

Erste Mandelblüten am Ortsrand von Santanyi

Ein wirklich grandioses Schauspiel, das die Natur hier noch bis Mitte März täglich aufführt. Mit Logenplätzen vor allem in der Inselmitte, z. B. bei Llucmajor oder Marratxi, wo sich Mandelbaum an Mandelbaum reiht. Sowie mit weiteren nicht minder schönen Schauplätzen in den Regionen Santanyi im Südosten oder Sóller im Nordwesten der Insel. Glücklich, wer die Mandelblütenpracht der kommenden Wochen direkt vor Ort genießen kann!

Beste Mandeln der Welt

Apropos genießen: Mallorcas Mandeln sind nicht nur Augen-, sondern auch leckerer Gaumenschmaus und gelten als die besten der Welt. Ein Grund mehr, sich in Zukunft noch öfter das ein oder andere inseltypische Mandelprodukt in Form von Kuchen, Eis, Likör & Co. zu gönnen. In diesem Sinne wünsche ich Guten Appetit oder wie die Mallorquiner sagen: ¡Bon Profit!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA!
Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

14

01 2022

So schmeckt Weihnachten auf Mallorca…

Ho, ho, ho! Man glaubt es kaum – aber auch dieses Jahr steht wieder mal völlig überraschend Weihnachten vor der Tür. Und damit in der Regel auch die immergleiche Frage: Was essen wir wohl dieses Mal?!  

Zum Glück stellt sich mir diese Frage schon lange nicht mehr. Durfte ich doch dank meiner netten mallorquinischen Nachbarn inzwischen alle inseltypischen Weihnachtsgerichte kennen- und lieben lernen. Was zur Folge hat, dass bei uns seither nichts anderes mehr auf den Teller kommt.

Die sogenannte Sopa de Nadal, auch bekannt unter den Namen Sopa de Navidad oder Sopa de Galets, hat es mir dabei besonders angetan: Eine deftige Hühner-Fleisch-Brühe mit Nudeleinlage, für die ich jeden Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen locker stehen lasse ;-)) 

Wer jetzt zu Recht neugierig geworden ist, dem verrate ich hier und heute als Dezember-Highlight mein ganz persönliches Sopa de Nadal-Rezept zum Nachkochen. Ist ganz einfach und gelingt garantiert. Versprochen!

SOPA DE NADAL – MEIN REZEPT 

Zutaten (für 4 bis 6 Personen)

Für die Hühnerbrühe:

1 Freilandhuhn (küchenfertig, in Teile zerlegt)
2 Kalbsknochen (alternativ: Rinderbeinscheibe)
1 Putenschlegel
1 Zwiebel
1 Bund Suppengrün
2 Lorbeerblätter
Salz

Für die Pasta und Füllung:

200 g Pasta, die sich zum Füllen eignet (z. B. Galets, Muschel- oder Rohrnudeln)
160 g mageres Hackfleisch (z. B. Rinderhack, alternativ: Hühnerhack)
Salz
Pfeffer
Petersilie oder Majoran, fein gehackt (nach Belieben)
Cognac

Beilagen (nach Belieben): gekochte Wachteleier und Bauernbrot

Step by Step zur Weihnachtssuppe

Zubereitung: 

Das Fleisch mit etwas Salz und Öl in einen Bräter geben. Anschließend im Backofen bei ca. 225 Grad Farbe annehmen lassen, sprich bräunen.

Während das Fleisch im Ofen ist, die Zwiebel häuten und vierteln. Danach das Suppengemüse putzen und klein schneiden: den Lauch in Ringe, die Karotten und den Sellerie in Würfel.

In einem großen Topf 2 Liter Wasser zum Kochen bringen. Das Fleisch mit dem Saft, der beim Bräunen im Ofen freigesetzt wurde, ins kochende Wasser geben. Einen Teelöffel Salz, das Gemüse und Lorbeerblätter dazugeben und alles zugedeckt etwa anderthalb Stunden köcheln lassen.

In dieser Zeit am besten schon mal die gefüllten Nudeln vorbereiten: Dazu das Hackfleisch mit Salz, Pfeffer und, nach Belieben, mit den übrigen Gewürzen sowie ein paar Tropfen Cognac vermengen. Anschließend mithilfe eines kleinen Löffels die Nudeln mit der Hackfleischmasse befüllen und in den Kühlschrank stellen.

Nach Ende der Kochzeit das Fleisch aus der Brühe nehmen und diese in einen anderen Topf abseihen. Die fertige Hühnerbrühe erneut im Topf zum Kochen bringen, die gefüllten Nudeln/Galets hinzufügen und etwa 15 Minuten bei schwacher Hitze garen lassen.

Typisch Mallorca – Sopa de Nadal

Die fertige Weihnachtssuppe in eine Suppenschüssel füllen und, je nach Geschmack, mit gekochten Wachteleiern und Brot servieren.

In diesem Sinne sage ich Bon Profit – Guten Appetit! Ach ja, und natürlich Frohe Weihnachten!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

07

12 2021

Auf die Plätze, Tapas, los! – Die TaPalma 2021 ruft

Noch 20-mal schlafen, dann ist es endlich wieder so weit … Nein, Weihnachten ist ausnahmsweise mal nicht gemeint, sondern das Tapas-Fest TaPalma, eines meiner Lieblings-Highlights im Monat November!

Vom 24. bis 28. November dreht sich in der Inselhauptstadt auch dieses Jahr wieder fünf Tagen lang alles um die kleinen kulinarischen Leckerbissen, wenn es heißt: Auf die Plätze, Tapas, los!

Wer gern live mit dabei sein möchten, wenn sich alles um die besten und neuesten Tapas-Kreationen und Cocktails 2021 dreht, der sollte sich diesen Termin am besten gleich rot im Kalender anstreichen!

Das Tapas-Festival des Jahres

Für alle Newcomer sei hier noch einmal kurz verraten, was sie bei der TaPalma erwartet…

Der sogenannten Ruta TaPalma zu folgen heißt, sich auf eine kulinarische Genussreise der besonderen Art zu begeben. Eine Reise, die durch diverse über ganz Palma verteilte Bars und Restaurants führt, in denen hauseigene, individuell kreierte Tapas-Highlights für kleines Geld angeboten werden.

Von innovativen Fleisch- und Meeresfrüchte-Kreationen bis hin zu glutenfreien und rein veganen Häppchen ist garantiert für jeden Geschmack die passende Tapa dabei. 

Cocktail-Freunde, aufgepasst!

Und Durst leiden muss bei der TaPalma auch keiner – gibt es doch meist ein günstiges Getränk in Form von Wein oder Bier gleich mit dazu. Aber es wird noch besser: Für alle Fans alkoholischer Mischgetränke stehen in einzelnen teilnehmenden Lokalen die besten Cocktails der Stadt gleich mit auf dem Programm. Denn im Rahmen des Tapas-Festivals präsentieren die frisch prämierten „Besten Barkeeper“ des Jahres dort ihre neuesten Kreationen. Na dann: Salud!

Welche Bars und Restaurants sich in diesem Jahr an dem Event beteiligen, lässt sich der Übersichtskarte „Ruta TaPalma 2021“ entnehmen, die in der Regel einige Tage vor Beginn des Festivals online abrufbar ist. 

Also dann: Nichts wie hin, zur TaPalma 2021 – und wer weiß, vielleicht sehen wir uns! ;-))

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

04

11 2021

Gute-Laune-Tipps für Mallorca bei Regenwetter

Der Oktober ist da – und mit ihm meist auch der ein oder andere herbstliche Regenschauer. 

Was die Natur nach den langen trockenen Sommermonaten erfreut, lässt Urlauberherzen in der Regel nicht gerade höherschlagen. Dabei gibt es doch zig Möglichkeiten, die Insel auch trotz Regen gut gelaunt zu genießen… 

Wie zum Beispiel bei einer kleinen Bodega-Tour mitten durchs Rebenland der Gemeinde Binissalem mit ihren bekannten Weinorten. Egal ob in Santa Maria del Camí, Sencelles oder Santa Eugenia: Überall laden die ansässigen Bodegas zu Besichtigungen und Verköstigungen ein. So lässt sich selbst an trüben Regentagen die Sonne Mallorcas noch ein bisschen spüren – zumindest am Gaumen! 

Das hilft bei schlechtem Wetter

Und allen, die mit Wein nichts am Hut haben, sei alternativ eine Olivenöl-Degustation empfohlen. Wer genau wissen will, wo auf der Insel noch Ölmühlen im Einsatz sind und wer sie betreibt, schaut am besten mal auf der Seite der mallorquinischen  Olivenöl-Erzeuger vorbei.

Typischer Olivenhain auf Mallorca

Wem weder Wein noch Olivenöl zu guter Laune verhelfen können, der versucht’s vielleicht einfach mal mit einem Museumsbesuch. Eine der wohl beliebtesten Freizeitaktivitäten bei schlechtem Wetter. Speziell auf Mallorca, wo der Wunsch, bei idealen Badetemperaturen ins Museum zu gehen, wohl eher schwach ausgeprägt sein dürfte. – Außer vielleicht bei hitzegebeutelten Menschen wie mir, die sich an so manchem Hochsommertag gern mal in angenehm klimatisierte Ausstellungsräume flüchten ,-))

Als würde der Dichter gleich wiederkommen…

MUSEUMS-TIPP: Das Robert Graves-Museum in Deià.
„Ca n’Alluny“, die ehemalige Finca des britischen Dichters Robert Graves (1895–1985), ist eigentlich kein Museum im herkömmlichen Sinn. Originalgetreu erhalten, verkörpert dieser besondere Ort vielmehr das Leben und Wirken eines großen Poeten, der hier, in der Abgeschiedenheit der Tramuntana, die wohl kreativsten Schaffensjahre seines Lebens verbrachte. Ein absolutes Must-visit – und das nicht nur bei schlechtem Wetter! 
Adresse: Ctra. Sóller, 6, 07179 Deià
(täglich außer sonntags ab 10 Uhr geöffnet)

Apropos schlechtes Wetter – als Hamburgerin fällt mir da gerade ein sehr passender Spruch ein: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung!“

Stimmt! Na, dann hätte ich mir den Beitrag ja eigentlich auch sparen können… 

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

01

10 2021

Reise ans Ende der mallorquinischen Welt

Hurra, der September ist da! Und mit ihm natürlich auch das neue Highlight des Monats…  

September, der perfekte Monat endlich wieder all jene Orte auf Mallorca zu besuchen, die während der Hauptsaison entweder zu überlaufen oder nur bedingt zugänglich waren. Wie das Cap de Formentor zum Beispiel, eines  d e r  Insel-Ausflugsziele schlechthin. Und das vollkommen zu Recht, wie jeder, der schon mal dort war, bestätigen wird.

Traumroute mit Nervenkitzel

Wenn der viel bemühte Spruch „Der Weg ist das Ziel“ auf etwas zutrifft, dann auf die Reise zum Cap Formentor mit seinem berühmten Leuchtturm! Muss man doch, um ans nördlichste Ende der mallorquinischen Welt zu gelangen, erst mal eine recht abenteuerliche Fahrt hinter sich bringen. Los geht der ganze Spaß bei Puerto de Pollença. Hier beginnt am Ortsausgang die spektakuläre Serpentinenstraße Carretera de Formentor (Ma-2210), die sich auf schier endlos scheinenden 17 Kilometern bis zum Kap schlängelt. Vorbei an schroffen Felsformationen und schwindelerregenden Abgründen.

Aber auch vorbei an fantastischen Aussichtsplattformen wie dem Mirador Es Colomer mit seinem herrlichen Blick auf die langgezogene Landzunge der Halbinsel Formentor. Oder dem Mirador del Racó, einem perfekten Ort für unvergessliche Urlaubsfotos. Allein dafür lohnt es sich schon, die fahrtechnisch doch recht anspruchsvolle Tour zum Leuchtturm auf sich zu nehmen ;-))

Und wer erst mal dort angekommen ist, lässt dank atemberaubendem Rundum-Panorama und Bergziegen-Begrüßungskomitee die unzähligen Kurven und Kehren sowieso ganz schnell hinter sich. Versprochen! 

KLEINER HINWEIS: Die Zufahrtsstraße Ma-2210 zum Leuchtturm am Cap de Formentor ist noch bis 15. September ab Ortsende Puerto de Pollença täglich zwischen 10 und 19 Uhr für den privaten Verkehr gesperrt. Für Besucher ist in dieser Zeit ein Shuttlebus-Verkehr (Linien 333 und 334) eingerichtet.

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01

09 2021

Highlight des Monats – Mercat de Santa Catalina

Tadaaa! – Von nun an gibt’s auf dem Blog was Neues: das Mallorca-Highlight des Monats. Jeden Monat stelle ich Euch hier einen meiner ganz persönlichen Insel-Lieblinge vor…

Den Anfang macht im Monat August Palmas älteste und quirligste Markthalle, der Mercat de Santa Catalina – mein absoluter Hotspot für genussvolles, authentisches Einkaufen! 

Warum ich ausgerechnet diesen Markt und nicht den um einiges bekannteren Mercat de l’Olivar in Palmas Zentrum bevorzuge? Ganz einfach: Weil ich’s gern etwas beschaulicher mag und die fast dörfliche Atmosphäre des ehemaligen Fischer-Viertels Santa Catalina total liebe.

Je mehr ich mich, meist samstagvormittags, mit meiner Korbtasche bewaffnet der Markthalle an der Plaça de la Navegacio nähere, um so lebhafter wird’s: Lautes Stimmengewirr empfängt einen schon von Weitem. Vor dem Markteingang stehen bereits um 11 Uhr morgens Menschen fröhlich palabernd zusammen. Corona-konform, versteht sich!

Die lockere Stimmung ist ansteckend: Man bekommt sofort Lust, sich einfach dazuzugesellen. Das ist Lebensfreude und Geselligkeit pur, wie ich sie aus meiner Pfälzer Heimat kenne! Vielleicht ist das ja mit ein Grund, warum ich mich auf dem Santa-Catalina-Markt so wohlfühle. 

Einkaufen mit allen Sinnen seit 1924

Ein anderer ist ganz klar dieses einzigartige urig-authentische Einkaufserlebnis in der vor rund 100 Jahren eröffneten Markthalle. Hier stimmt einfach alles – besonders das perfekte Zusammenspiel: Zu den markttypischen Ständen mit frischem Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch gesellen sich zahlreiche Spezialitäten-Anbieter, etwa für erlesene Öle, Kräuter aus aller Welt oder typisch mallorquinische Artikel. Und, natürlich nicht zu vergessen, die unzähligen kulinarischen Highlights – vom klassischen Tapas-Stand über die exklusive Austern-Bar bis hin zum In-Treffpunkt für alle Paella-Freunde. Wer hier wieder hungrig rausgeht, ist selber schuld!

Mein Tipp: Nach dem „anstrengenden“ Einkauf unbedingt an der legendären „Bar Joan Frau“ bei einem Gläschen Cava und ein paar leckeren Tapas entspannen.

In diesem Sinne: Viel Spaß und bis zum nächsten Highlight des Monats!

MERCAT DE SANTA CATALINA
Plaça Navegació
07013 Palma de Mallorca
Tel. +34 971 73 07 10

Öffnungszeiten: Mo – Sa 7.00 bis 17.00 Uhr

www.mercatdesantacatalina.com

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

01

08 2021

Happy Birthday, liebes Mallorca Magazin!

Wie gern wäre ich dabei gewesen, als du heute vor 50 Jahren, am 19. Juni 1971, in Palma das Licht der Welt erblicktest. Wahrscheinlich hätte ich damals mit der mallorquinischen Sonne um die Wette gestrahlt vor lauter Freude darüber, dass mit Dir endlich die erste deutschsprachige Wochenzeitung der Insel geboren wurde. Und dazu auch noch im Sternzeichen „Zwillinge“, denen man nachsagt, von Natur aus kommunikativ, neugierig, wissbegierig und immer am Puls der Zeit zu sein. Passt, würde ich sagen!

Genauso, wie es bestimmt auch kein Zufall ist, dass Du Dir ausgerechnet 1971 dafür ausgesucht hast, um auf die Welt zu kommen. Ein Jahr, in dem auch „Die Sendung mit der Maus“ an den Start ging, Agatha Christie von der Queen in den Adelsstand erhoben wurde, Willy Brandt den Friedensnobelpreis erhielt, in München die erste deutsche McDonalds-Filiale eröffnete und nicht zuletzt auch Greenpeace seine Geburtsstunde feierte! 

Und wer kann dazu noch von sich behaupten, im selben Jahr geboren zu sein wie Pep Guardiola, Anna Netrebko oder Vitali Klitschko und Heike Makatsch?! Kurzum: Alles richtig gemacht, liebes Mallorca Magazin!

Und so erhebe ich mein Glas und stoße auf Dein Wohl an: Hoch sollst Du leben, dreimal hoch! – Oder Molts d’anys, wie man bei Dir auf der Insel zu sagen pflegt!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
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19

06 2021

Ruta del Fang – unterwegs zu Mallorcas Töpferparadies

Lust auf eine kleine Entdeckungsreise zu Mallorcas schönsten Töpfereien?! Dann bitte jetzt einsteigen – es geht los…

Wohin? Na, ins Zentrum des traditionellen mallorquinischen Töpferhandwerks schlechthin, nach Marratxí. Die 11 Kilometer von Palma entfernte Gemeinde beherbergt sage und schreibe 15 Töpfereien, die sich einer Perlenkette gleich die sogenannte Ruta del Fang entlangreihen. 

Sage und schreibe zehn Kilometern ist sie lang, die „Straße des Tons“, die im Rundparcours einmal hin- und zurück durch die beiden Ortschaften Sa Cabaneta und Pòrtol führt. Und damit mitten durchs Töpferparadies – vorbei an mehr als einem Dutzend Vertretern dieser inseltypischen Handwerkskunst. Da kann es schon mal passieren, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht ;-))

Auf den Spuren des Tons – Ruta del Fang

So zumindest ging es mir, als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal die Ruta del Fang entlanggefahren bin auf der Suche nach einer Olleria (spanisch für Töpferei), die inseltypische Keramikwaren herstellt. Inzwischen habe ich die ein oder andere „Quelle“ gefunden, an der ich meinen Durst nach farbenfrohen Schüsseln und Krügen, Mallorca-türkisenem Geschirr, Terrakotta-Töpfen und Co. stillen kann. Eine davon befindet sich im Örtchen Pòrtol in einer kleinen unscheinbaren Gasse mit Namen Sa Roca Llisa, Hausnummer 26! Im hier ansässigen gleichnamigen Familienbetrieb wird seit 1861 nach traditioneller Art und in echter Handarbeit alles hergestellt, was Keramikliebhaber-Herzen höher schlagen lässt. Und das nun schon in vierter Generation – also wenn das keine Tradition ist, dann weiß ich’s auch nicht!

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Lange Tradition haben auf Mallorca auch die sogenannten Siurells. Jene aus mallorquinischem Ton hergestellten weißen Figuren mit den charakteristischen rot-grünen Verzierungen, denen wahrscheinlich jeder Urlauber schon mal auf der Insel begegnet ist. Ursprünglich als Trillerpfeifen produziert, gibt es sie inzwischen in schier endlosen Variationen auch zu reinen Dekozwecken oder als willkommenes Mitbringsel.

Weiß + rot + grün = Siurells

Siurell-Fans und solche, die es werden wollen, folgen am besten der Ruta del Fang von Pòrtol aus bis nach Sa Cabaneta. Dort, ganz in der Nähe des Töpfermuseums „Museu del Fang“ (Prädikat „Besuchenswert“!), liegt die Familienwerkstatt Can Bernadí Nou. In dem kleinen beschaulichen Traditionsgeschäft werden in dritter Generation handbemalte Siurells at its best hergestellt. Bis zur Decke stapeln sich hier die unterschiedlichsten kleinen und großen Ton-Figuren und warten auf Besucher. Herz, was willst du mehr?

Kurz und gut: Wer immer noch auf der Suche nach echten Töpferwaren „Made in Mallorca“ ist, der weiß jetzt, wo er hinmuss: zur Ruta del Fang!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
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02

06 2021

10 Dinge, die man auf Mallorca gemacht haben sollte

Die letzten Wochen haben es deutlich gezeigt: Mallorca ist und bleibt für viele von uns heiß geliebtes Reiseziel. Und das ist nicht weiter verwunderlich, bei einer Insel, die so abwechslungsreich und faszinierend ist wie ein Chamäleon. Eine Insel, die sich immer und immer wieder neu entdecken lässt. 

Wer sich in dieser Hinsicht schon mal etwas inspirieren lassen möchte, für den gibt’s heute meine persönliche TOP TEN der Dinge, die es lohnt wenigstens einmal im Leben auf Mallorca zu machen:

1. Reise zum Treffpunkt der Winde  

Am nördlichsten Punkt der Insel liegt das Cap de Formentor, von Mallorquinern auch gern Kap der Winde genannt. Denn rauh und stürmisch kann es hier an der Steilküste, rund 400 Meter überm Meeresspiegel, schon gern mal werden. Doch spätestens beim atemberaubenden Blick vom berühmten Leuchtturm sind Wind und Wetter schnell vergessen. Immer wieder ein absolutes Insel-Highlight!

2. Sundowner mit Meerblick

Mallorcas Sonnenuntergänge sind für mich die schönsten der Welt! Und das ganz besonders am Meer, mit einem leckeren SUNDOWNER in der Hand. Traumhafter Abschluss eines jeden Urlaubstages – und das nicht nur für eingefleischte Romantiker!

3. Ahoi! Eine Hafenrundfahrt, bitte

Wer Palma, Inselhauptstadt und Perle im Mittelmeer, einmal aus einer anderen Perspektive – nämlich vom Wasser aus – betrachten möchte, dem kann ich nur wärmstens die einstündige Hafenrundfahrt empfehlen. Ein Sightseeing-Highlight, bei dem jeder – vom Hobbyfotografen bis zum Freizeitkapitän – voll auf seine Kosten kommt!

4. Salud! Von Bodega zu Bodega 

Mit inselweit rund 70 Bodegas ist Mallorca ein wahres Paradies für alle Weinliebhaber und solche, die es werden wollen. Auf den allermeisten Weingütern sind Besucher gern gesehene Gäste. Womit einer genussvollen Bodega-Tour nichts mehr im Wege steht! 

5. Schlemmen wie die Mallorquiner 

Ich liebe es einfach, auf der Insel mallorquinisch essen zu gehen: sei es in einer kleinen einfachen Dorfbodega oder in einem der namhaften Spitzenrestaurants, die Mallorca zahlreich zu bieten hat. Hauptsache, es erwartet mich dabei ehrliche authentische Insel-Küche. In diesem Sinne: Bon profit! Lassen Sie es sich schmecken!

6. Wanderlust! Mallorca zu Füßen

Bevor ich nach Mallorca kam, war ich ein echter Wandermuffel. Doch die Insel hat mich diesbezüglich geläutert. Hier gibt es so viele herrliche Wanderwege – für Anfänger wie für Profis – da kann man einfach nicht widerstehen! Und wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel…

7. Cala-Hopping von Bucht zu Bucht

Um alle Strände Mallorcas zu besuchen, reicht ein Leben wahrscheinlich nicht aus. Aber den ein oder anderen könnte man im Laufe der Jahre schon schaffen. Mithilfe von „Cala-Hopping“ zum Beispiel. Dafür „hüpft“ man einfach öfter mal von einer Bucht zur anderen. Und lernt so nach und nach die unterschiedlichsten Strände kennen – und lieben!   


8. Inseltypische Produkte shoppen 

Shoppen zählt zu einer meiner Kernkompetenzen ;-))
Auf der Insel kaufe ich am liebsten bei alt eingesessenen mallorquinischen Traditionsgeschäften ein. Egal ob Souvenir, Lebensmittel oder Geschirr für den eigenen Hausgebrauch – für mich gilt immer: Hauptsache „Made in Mallorca“. Support your local!, lautet die Devise. Heute wichtiger, denn je.

9. Es lebe die Kunst! Mirò & Co.

Ein ganz großes Thema auf Mallorca ist die Kunst, auch wenn sie zum Teil immer noch etwas stiefmütterlich behandelt wird. Deshalb möchte ich heute hier mal eine Lanze brechen für all die wundervollen Museen, Galerien und anderen „Kunststätten“ der Insel, die einen Besuch wert sind. Die Kunst, sie lebe hoch! 


10. Mallorca mal anders „erfahren“

Last, but not least: Roadtrips sind für mich nach wie vor das Nonplusultra eines jeden Mallorca-Aufenthalts. Ganz egal, ob mit dem Fahrrad, dem Motorroller, Mietwagen oder, oder … Es gibt eigentlich keine bessere Möglichkeit, die Insel kennenzulernen, als sie sich zu „er-fahren“ – auf den unzähligen großen und kleinen Traumstraßen Mallorcas!

In diesem Sinne: Auf nach Mallorca! – Es gibt noch jede Menge Dinge zu entdecken! 

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
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19

04 2021

An Tagen wie diesen…

…wünscht man sich Unendlichkeit! Wenn etwas meinen momentanen Gefühlszustand treffend beschreibt, dann genau diese Songzeile der Toten Hosen. War doch letzte Woche Freitag einer dieser denkwürdigen Tage, an denen man das Gefühl hat, die ganze Welt um einen herum würde plötzlich stillstehen!

So zumindest fühle ich mich, als mittags auf meinem Smartphone die ersten Breaking News mit Schlagzeilen wie „Corona-Reisewarnung gekippt“,„Mallorca kein Risikogebiet mehr“ oder „Der Weg nach Mallorca ist frei“ aufploppen … Und noch während ich wie verrückt durch all die Meldungen zur Aufhebung der Reisewarnung scrolle, überschlagen sich auch schon meine Gefühle und Gedanken: Von Endlich! bis Wie wird man auf Mallorca auf die Nachricht reagieren?! ist so ziemlich alles dabei. In meinem Kopf beginnt sich das Gedankenkarussell immer schneller und schneller zu drehen… 

Adios Reisewarnung – Hola Mallorca

Erinnerungen an das vergangene Corona-Jahr werden wach und laufen im Zeitraffer-Tempo noch mal vor meinem inneren Auge ab: Ich sehe mich, wie ich in der ersten Märzwoche noch unbeschwerte Tage in unserem Zuhause in Palma verbringe, nicht ahnend, dass bereits kurze Zeit später auf der Insel ein harter, monatelanger Shutdown beginnen wird. Ich sehe mich ein paar Wochen später in Hamburg an meinem Laptop sitzen und einen neuen Beitrag für meinen Blog schreiben, in dem Ausflugstipps nun keine Rolle mehr spielen; stattdessen poste ich inzwischen regelmäßig Spendenaufrufe für Hilfsorganisationen, die sich auf der Insel um durch die Corona-Krise in Not geratene Menschen kümmern. Und ich sehe mich noch mal, wie ich glücklich und zu Tränen gerührt aus einem der ersten Flieger steige, die Anfang Juli endlich wieder am Flughafen Son Sant Joan landen.

Doch am deutlichsten im Gedächtnis haften geblieben ist mir jener Septembermorgen, an dem ich auf dem Weg zum Airport wie immer noch einen letzten Blick auf das Wahrzeichen der Stadt, die Kathedrale „La Seu“ werfe – ohne zu wissen, dass wir uns bis zum heutigen Tage nicht wiedersehen würden! 

Ein lautes Piepen reißt mich aus meiner Gedankenwelt. Ich hab eine SMS bekommen – von der Fluggesellschaft, bei der wir schon damals im September unsere Oster-Flüge nach Palma gebucht haben: „Ihre Flugdaten haben sich geändert“, steht da. Für einen kurzen Moment gefriert mir das Blut in den Adern … bis ich erleichtert feststelle: Nicht’s passiert – unser heiß ersehnter Flug geht jetzt nur schon zwei Stunden früher ;-))

Na, hab ich’s nicht gesagt?! An Tagen wie diesen…

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
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19

03 2021