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Alles wird gut! Mein Mantra gegen Corona-Blues

Hallo, Sie da… ja Sie! Können Sie sich noch an Nina Ruge erinnern? Nein? Na, dann helfe ich Ihrem Gedächtnis mal schnell ein wenig auf die Sprünge. Nina Ruge war von 1997 bis 2007 die sympathische blonde Moderatorin, die täglich die ZDF-Sendung „Leute heute“ mit dem legendären Schlusssatz „Alles wird gut!“ gekonnt positiv beendete.

Warum ich Ihnen das alles erzähle? Na ja, weil ich nach zwölf langen, zermürbenden Pandemie-Monaten für mich nach etwas Geeignetem gesucht habe, das mir hilft, aus dieser verflixten Never-ending-Corona-Story-Gedankenspirale wieder herauszukommen. Irgendetwas, das positiv stimmt, das für GOOD VIBES sorgt!

Allerdings wusste ich eine Zeit lang nicht so genau, was das konkret sein könnte – ein Hundewelpe vielleicht?!? – Und noch während ich so darüber nachgrübelte, hörte ich im Hintergrund aus dem Radio eine freundliche Stimme sagen: „Alles wird gut!“ – Genau, das war’s: ein verbales Licht am Ende des Tunnels. Und schwupps, war es geboren: mein positives Mantra für schwere Zeiten wie diese!

ALLES WIRD GUT! – Leitsatz und Lebensmotto in einem

Seither geht’s wieder bergauf. Hab ich doch nun endlich meine persönliche Zauberformel gefunden, die sich tagtäglich gebetsmühlenartig bei jenem negativen Stress anwenden lässt, der durch alles mit dem hässlichen C-Wort Zusammenhängende ausgelöst wird: So wie etwa die permanente mediale Reizüberflutung, die einem rund um die Uhr auf allen Kanälen entgegenschwappt. Dreimal kurz „Alles wird gut“ skandieren und gut ist!  – Oder bei unliebsamen Gesprächen mit Menschen, die offensichtlich tagein, tagaus von nichts anderem mehr sprechen können. Diesen kann ich nun endlich meine verbale „Alles wird gut!“-Waffe entgegenschleudern, sobald sie wieder diese destruktiven Endlosdebatten über C….. mit mir führen wollen. Und, man soll’s kaum glauben, es wirkt! Offensichtlich völlig überrumpelt von einer solch unerwartet positiven Gesprächswendung, kommt meistens nicht mehr allzu viel von der Gegenseite.  

Kurzum: Drei kleine Wort mit großer Wirkung – das perfekte Mantra gegen Corona-Blues!

Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus!

Sollte es Ihnen also ähnlich gehen wie mir, dann probieren Sie’s doch auch einfach mal aus…  

In diesem Sinne sage ich für heute Tschüss – und nicht vergessen:
ALLES WIRD GUT!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

01

03 2021

Wandern auf Mallorca macht glücklich!

Bevor ich vor zwei Jahren erstmals meine Wanderstiefel auf Mallorca schnürte, war Wandern ein absolutes No-Go für mich. Und das aus gutem Grund: Ich litt nämlich an einem klassischen Kindheitstrauma, hervorgerufen durch jahrelange sonntägliche Wandertouren mit der ganzen Familie – inklusive kollektivem „Das Wandern ist des Müllers Lust“-Geträllere und Blasen an den Füßen. So was prägt! 

Doch Mallorca heilt alle Wunden, wie ich immer wieder feststelle. Dinge, denen ich eigentlich längst abgeschworen hatte, machen mir auf der Insel auf einmal wieder Spaß. So wie Wandern zum Beispiel! Und das besonders im Frühling…

…für mich einfach die perfekte Jahreszeit, um die Insel zu erwandern. Gibt es doch einfach nichts Schöneres, als hautnah mitzuerleben, wie sich die Natur an allen Ecken und Enden wieder neu erfindet … ein echtes Highlight für die Sinne – und kostet dazu noch nicht mal ’nen Cent! 

Und: Lust bekommen auf eine kleine Frühlingswanderung? Ich hab da schon mal was vorbereitet… 

So geht Wanderglück auf Mallorca

Für gewöhnlich läute ich die Wandersaison auf Mallorca im März traditionell mit einer Tour zum „Creu del Sagrat Cor“ (Kreuz des heiligen Herzens) ein, das gut sichtbar auf dem Puig de Santa Eugènia thront. Ob es dieses Jahr auch dazu kommen wird, steht noch in den Sternen – aber wenigstens gedanklich kann ich die Strecke hier ja schon mal entlangspazieren!

Alle startklar? – Na dann: Vamos…  

Die leichte, auch für Anfänger geeignete Wanderung startet 25 Kilometer nordöstlich von Palma, mitten im beschaulichen 1600-Seelen-Örtchen Santa Eugènia am markanten Wasserspeicher „S’Aljub“; dieser befindet sich unübersehbar auf der linken Seite der Durchgangsstraße Ma-3040, 500 Meter vom Ortseingang entfernt. Von hier nur einmal kurz über die Straße, biegen wir in die direkt gegenüber liegende Carrer Major ein. Diese führt immer geradezu leicht bergauf in Richtung Ortsmitte; vorbei an der hübschen Plaza Bernat, die wir im wahrsten Sinne des Wortes links liegen lassen, um stattdessen den „Es Puig“-Hinweisschildern zu folgen, die uns den Weg zu Santa Eugènias Hausberg weisen: Erst über die Cami des Puig, dann weiter auf die schmalere Cami Ca’n Canto.

Von nun an heißt es nach einem roten Punkt Ausschau zu halten, der den weiteren Streckenverlauf markiert. Dieser ist mal auf eine Trockensteinmauer aufgesprüht, dann prangt er wieder von einem Holzmast oder einem Begrenzungsstein am Wegesrand. Also: Immer schön die Augen offenhalten!

Augen auf! Der „Rote Punkt“ weist den Weg

Nach einer knappen Viertelstunde endet der bis dorthin gut asphaltierte Weg an einer Art Feuerstätte aus kreisförmig übereinandergeschichteten Steinen. Nun gilt es, scharf links abzubiegen, auf einen wirklich steinig-staubigen Schotterweg, und diesen schnurstracks bergauf zu kraxeln. Wer Wanderstöcke mithat, ist hier klar im Vorteil 😉

Den intensiven Duft blühender Mandelbäume in der Nase, geht‘s von nun an den steilen Berghang hinauf, das von der Sonne beschienene Steinkreuz des Puig de Eugènia immer vor Augen …

Kurioser Fund in 235 Metern Höhe

Kurz vor dem Ziel, in 235 Metern Höhe, wartet auf einer Bergkuppe noch eine ganz besondere Überraschung: ein ufoartiges, mit Grafitti verziertes gräuliches Blechmonstrum! Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich das Ganze als Schiffswrack, das – aus welchen Gründen auch immer – irgendwann hierhergelangt ist… und von seinem ursprünglichen Besitzer offensichtlich, da immer noch dort, nicht sonderlich vermisst wird. Wer weiß, vielleicht wurde es ja inzwischen abgeholt … 

Ufo? Nein, bloß ein Schiffswrack

Nach diesem amüsanten Zwischenstopp geht’s unterhalb des Wracks schließlich links ab in einen holprigen Trampelpfad. Jetzt noch die letzten fünf Minuten über Stock und Stein, und das Ziel ist erreicht: der 245 Meter hohe Puig de Santa Eugènia mit seinem sogenannten Monument del Sagrat Cor – einem gewaltigen weißen Steinkreuz, das dem bekannteren Madrider „Sagrat Cor del Cerro de los Ángeles“ nachempfunden sein soll!

Doch mehr noch als das Denkmal begeistert der fantastische Panoramablick über die weite Ebene der Pla de Mallorca und das dahinter liegende Tramuntana-Gebirge. Bei guter Sicht lässt sich von hier oben aus mit bloßem Auge bis zur 40 Kilometer entfernten Bucht von Alcúdia blicken – so geht Wanderglück auf Mallorca!

FAZIT: Diese wunderschöne und wirklich leichte Wanderung ist ein echtes Highlight für Jung und Alt und lässt die Glückshormone nur so sprudeln. Versprochen!  

Last, but not least: Bitte auf festes Schuhzeug mit einer guten Profilsohle bzw. Wanderstiefel achten: Das Laufen auf den Schotterpisten wird hier sonst schnell zur ungewollten Rutschpartie!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

15

02 2021

Mallorca, du bist einfach dufte!

Wer kennt das nicht …? Ein bestimmter Duft steigt einem in die Nase und sofort kommen damit verbundene Erinnerungen wieder hoch: an eine Person, an ein besonderes Ereignis oder einen speziellen Ort. Die Reihe der Assoziationen lässt sich endlos fortsetzen… 

Dass Gerüche, stärker als die meisten anderen Sinneseindrücke, Erinnerungen und Gefühle wecken können, kann ich mallorcabezogen gleich an mehreren Beispielen bestätigen: So brauche ich zum Beispiel zu Hause in Hamburg nur einmal kurz an den dezent parfümierten Papier-Taschentüchern einer hier nicht genannten großen spanischen Supermarktkette zu schnuppern, und schwuppdiwupp: Schon bin ich wieder zurück auf der Insel! Krass, oder?

Aufgepasst – so riecht Mallorca

Ähnliche Szenen spielen sich hier auch täglich beim Händewaschen ab, wenn mir dieser einzigartige, würzig-mediterrane Duft meiner aus Mallorca „importierten“ Lieblingsseife in die Nase steigt: Dann befinde ich mich gedanklich nicht mehr im trüben, nasskalten Hamburg, sondern auf meiner kleinen sonnigen Terrasse in Palma – umgeben von Rosmarinbüschen, Lavendelsträuchern, Bougainvillea und dem seit Jahren mit Liebe gehegten Zitronenbäumchen!

Klein, aber oho: die Früchte meines Zitronenbäumchens

Und weil’s so schön ist, setzt sich das mallorquinische Geruchserlebnis am morgendlichen Frühstückstisch gleich fort: mit einem frisch gebrühten „Café R.“ von der Insel und der dazu perfekt passenden aromatischen Orangenmarmelade aus Sóller auf der Schrippe. JAAA – so riecht und schmeckt Mallorca!

Wie heißt es so schön: „Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen“ – Stimmt! Diesem Slogan folgend, sorgen inseltypische Gerüche bei mir natürlich auch in Küche und Keller für echtes Mallorca-Feeling: sei es durch den aromatischen Duft eines typischen Oli de Mallorca oder das Bouquet eines guten Insel-Weins …

Kurz und gut: Danke, Mallorca – du bist einfach dufte!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

25

01 2021

Wie ich beim Aufräumen Mallorca wiederentdeckte

Wussten Sie schon, dass Aufräumen einen akuten Anfall von Mallorca-Sehnsucht auslösen kann? Nein? Dann erzähle ich Ihnen mal, was mir vor Kurzem passiert ist…

Wer jetzt glaubt, ich sei einem lockdownbedingten Putz- und Entrümpelungswahn verfallen, irrt. Ich habe zwar schon gehört, dass es so was geben soll, bin aber glücklicherweise noch nicht selbst betroffen ;-)) 

Vielmehr ist Aufräumen, seit ich das Buch der japanischen Ordnungs-Expertin Marie Kondo gelesen habe, eines meiner neuen Jahreswechsel-Rituale. Denn wenn es stimmt, was Kondo behauptet, soll Aufräumen ja unser Leben verändern können – positiv natürlich! Na, das ist doch mal eine klare Ansage, oder? 

Nie hätte ich gedacht, dass der Schuss auch gewaltig nach hinten losgehen kann – wie sich bei meiner diesjährigen Aufräumaktion gezeigt hat. Nämlich dann, wenn durch das Entrümpeln unverhofft etwas zutage befördert wird, von dem man schon nicht mehr glaubte, dass es noch existiert … So geschehen vor zwei Wochen, an meinem traditionellen Jahreswechsel-Aufräumtag: Die Rede ist von einer silbergrauen schuhkartongroßen Pappkiste – meiner Mallorca-Box!

Klein, aber oho – meine Mallorca-Box

Dieses randvoll mit Insel-Erinnerungsstücken, von der Tren de Sóller-Fahrkarte bis hin zum gaudiartigen Emaille-Hahn aus Pollença, gefüllte Schatzkästchen war seit meiner letzten Aufräumaktion verschollen. Was nicht gerade fürs Aufräumen, sondern eher dagegen spricht ;-))

Aber egal, nun war sie ja wieder aufgetaucht – in einer Reisetasche, wo ich sie offensichtlich, nach Babuschka-Prinzip, platzsparend verstaut hatte.

Freudestrahlend mache ich mich daran, den Deckel vorsichtig anzuheben, damit auch ja nichts herausfällt, und merke schon, wie ich dabei feuchte Augen bekomme. Verdammt, jetzt bloß nicht sentimental werden …

Zu spät! Als ich in die geöffnete Kiste schaue und auf das Sammelsurium von Souvenirs blicke, ist sie augenblicklich wieder da – diese schreckliche Sehnsucht nach meiner Insel, die ich jeden Tag ein Stückchen mehr vermisse! 

Fazit: Aufräumen kann vielleicht unser Leben verändern, gegen Mallorca-Sehnsucht hilft es leider nicht!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

12

01 2021

In Hamburg sagt man Tschüss…



… das heißt auf Wiederseh’n! – Wer kennt ihn nicht, diesen viel besungenen Satz, den Heidi Kabel mit ihrem Gassenhauer über die Grenzen der Hansestadt hinaus bekannt gemacht hat?!

Ein Satz, der gerade in Corona-Zeiten Hoffnung macht. Hoffnung darauf, dass wir vielleicht vieles bald wieder willkommen heißen dürfen, wovon wir uns dieses Jahr notgedrungen verabschieden mussten … 

Lasst uns deshalb einfach gemeinsam Tschüss sagen zu diesem denkwürdigen, unglaublichen Corona-Jahr, das unser Leben von jetzt auf nachher so drastisch verändert und uns einiges abverlangt hat – und immer noch abverlangt! 

Also machen wir am besten einen dicken Haken hinter dich, du ungeliebtes Jahr 2020!

2021 – du kannst nur besser werden!

Ab jetzt heißt es: optimistisch auf 2021 schauen und dem lang ersehnten Wiedersehen entgegenfiebern – einem Wiedersehen mit Mallorca, mit all den Menschen, die uns fehlen, mit den „normalen“ alltäglichen Dingen, die das Leben erst richtig lebenswert machen: sich einfach so mal wieder in den Arm nehmen, sorglos die Eltern und Großeltern besuchen, gemeinsam Feste feiern, wieder Tanzen gehen, reisen, sich miteinander von Angesicht zu Angesicht unterhalten statt zu chatten/skypen/face timen…  und, und, und!

Freuen wir uns also auf ein neues, auf ein besseres Jahr und nehmen wir, um mit Hermann Hesse zu sprechen, unerschrocken die nächste Lebens-„Stufe“…

„Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“

Hermann Hesse „Stufen“

In diesem Sinne wünsche ich allen gesegnete Weihnachten und ein glückliches neues Jahr!

La Seu erstrahlt in weihnachtlichem Glanz



Und bleiben Sie gesund !!!

Nicht Tschüss, sondern Auf Wiedersehen sagt herzlichst aus Hamburg
Karin van Essen

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

23

12 2020

Tumbet mallorquin – ein Gemüsetopf zum Verlieben

Winterzeit in Hamburg, das heißt für mich: Eintopfzeit! Warum? Na, irgendwas muss mir ja schließlich das Herz erwärmen – in Anbetracht des tristen nasskalten Schmuddelwetters, das mich von nun an noch eine ganze Weile begleiten wird… 

Wie gut ist es da doch, dass ich mit einem Klassiker der mallorquinischen Sommerküche, dem Gemüsegericht Tumbet, zumindest kulinarisch für etwas Sonnenschein sorgen kann ;-))

Doch das ist nicht der Hauptgrund, warum ich über die Jahre hinweg zum bekennenden Tumbet-Fan geworden bin … Was mir dieses Gericht so sympathisch macht, sind seine schier unendlichen Zubereitungs-möglichkeiten! Denn mal abgesehen von den sechs Grundzutaten, die aus Tomaten, Kartoffeln, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch und Auberginen bestehen, wird es dem Kochenden selbst überlassen, ob er auf die ein oder andere Zutat lieber ganz verzichten oder durch eine andere ersetzen möchte. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist, was gefällt: Ob rein vegetarisch, ob mit Fleisch, Fisch oder Geflügel aufgepeppt, ob als Beilage serviert … egal! Hauptsache, es schmeckt!

Tumbet – ein leckerer Gemüsetopf zum Verlieben

Das ist ja generell das Schöne an der mallorquinischen Küche: Für die meisten Gerichte, von der Sopa mallorquina bis zur Coca de Trampó, gibt’s nur selten das eine, Allgemeingültigkeit beanspruchende Rezept. Stattdessen liegt bei fast jeder Familie ein eigenes, von Generation zu Generation weitervererbtes „Spezialrezept“ in der Schublade. 

In dieser Hinsicht habe ich mich den mallorquinischen Gewohnheiten schon perfekt angepasst. Auch ich bereite inzwischen die meisten klassischen Inselgerichte „frei Schnauze“ nach meinem eigenen „Familienrezept“ zu! Adios, ihr ungeliebten Zeiten der Kochbuchhörigkeit – viva, kreatives Kochen!

Und wer jetzt Lust auf einen schmackhaften mallorquinischen Gemüsetopf bekommen hat, der kann sich gern von meinem Rezept zum Nachmachen inspirieren lassen… 

Tumbet mallorquin

Zutaten (für 4 Portionen):

400 g Kartoffeln (festkochend)
1 Aubergine
1 Zucchini
2 rote Paprika
4 Fleischtomaten
4 Knoblauchzehen
1 Tasse Olivenöl
3 Lorbeerblätter
1 Tasse Fleischbrühe

Salz, Pfeffer
Zimt

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. Die Auberginen waschen, in Scheiben schneiden und in Salzwasser legen, damit die Bitterstoffe herausgezogen werden. Paprika waschen, Samenkerne entfernen und in grobe Streifen schneiden. Zucchini waschen und ebenfalls in Streifen schneiden. Tomaten schälen und in Würfel schneiden, die Kerne entfernen. Knoblauchzehen fein hacken.

In einer Pfanne mit heißem Olivenöl die Kartoffelscheiben etwa 5 – 10 Minuten frittieren. In einer weiteren Pfanne die abgetrockneten in heißem Olivenöl kurz frittieren. Anschließend herausnehmen und danach in derselben Pfanne die Zucchinischeiben frittieren. In einer dritten Pfanne die Paprikastreifen in heißes Olivenöl geben und nach kurzer Zeit die Tomatenstücke dazugeben und mit anbraten. Anschließend alles mit Gemüsebrühe ablöschen, den gehackten Knoblauch, Lorbeerblätter und etwas Zimt und Pfeffer dazugeben. 10 Minuten köcheln lassen.

Die frittierten Kartoffelscheiben herausnehmen, gut salzen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. 

Eine zuvor zirka 10 Minuten gewässerte Tonschüssel (oder Auflaufform) schichtweise mit den einzelnen Gemüsezutaten befüllen: Zuerst die Kartoffelscheiben, danach die Auberginen, dann die Zucchini und zuletzt über alles den Paprika-Tomaten-Sud geben.

Das Ganze im auf 180 °C vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene zirka 25 Minuten garen. Fertig!

Dazu passt: gegrillte Schweinelende und ein trockener mallorquinischer Rotwein

In diesem Sinne wünsche ich Guten Appetit oder Bon profit, wie die Mallorquiner sagen!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

03

12 2020

Und alle Jahre wieder grüßt der Weihnachtsbaum!

Wenn ich sagen sollte, welche „Jahreszeit“ ich auf Mallorca besonders liebe, müsste ich nicht lange nachdenken: die Weihnachtszeit! Und das aus gutem Grund …

Schon seit Kindertagen faszinieren mich Weihnachtsbäume, egal welcher Art und Ausschmückung. Daran hat sich bis heute nichts geändert – ich kann mich einfach nicht sattsehen an all dem Sternenglanz und Lamettaglitzer, an all dem prächtigen Baumschmuck, egal ob Kugel, Zapfen oder Engelsputte! Kurz, ich liebe alles, was es an so einem echten „deutschen“ Christbaum zu bewundern gibt. 

Weihnachtsbäume à la Mallorca

Doch erst hier auf Mallorca habe ich eine ganz neue Art Weihnachtsbäume kennen- und lieben gelernt, die all das bisher aus der Heimat Gekannte in den Schatten stellen und um ein Vielfaches zu toppen verstehen. Weihnachtsbäume, die einfach ihresgleichen suchen und alles andere sind als die von uns gewohnte stattliche Nordmanntanne…

Christbaumglanz im Herzen von Sóller

Vielleicht liegt das ja auch mit daran, dass dem Weihnachtsbaum in Spanien bis in die 1980er-Jahre nicht  die  gleiche Aufmerksamkeit zukam wie der Krippe mit Jesuskind   und man dies nun umso mehr nachholt. Aber das ist jetzt reine Spekulation ;-))

Save the planet-Baum in Alaró

Egal – fest steht, dass ich inzwischen jeden deutschen Weihnachtsbaum für einen mallorquinischen stehen lasse. Warum, wird glaube ich klar, wenn man sich hier mal die Prachtexemplare anschaut, die mir im Laufe der Jahre inselweit vor die Linse gekommen sind: von A wie avantgardistisch bis Z wie zuckersüß ist wirklich alles dabei!

Hut ab, liebe Mallorquiner, für den Einfallsreichtum, den ihr an den Tag legt, einen Weihnachtsbaum so zu gestalten, dass er meine Augen zum Leuchten bringt – und das selbst ohne Leuchtmittel! 

Dieses avantgardistische Exemplar steht in Fornalutx

Apropos Leuchtmittel: Mindestens genauso wie Mallorcas kreative Weihnachtsbäume liebe ich als Wahl-Palmesanerin jene golden leuchtenden Lichterkugeln, die jedes Jahr ab Ende November wie überdimensionale Abbilder einer bekannten Pralinenmarke kilometerlang über den Paseo Maritimo gespannt sind. Allein für diesen Anblick lohnt es sich, in der  Weihnachtszeit auf die Insel zu kommen.

In diesem Sinne kann ich nur sagen: Hasta pronto, Mallorca!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

19

11 2020

Die magische Acht – 2020 live aus Palmas Kathedrale

Es gibt zwei Tage im Jahr, die ich mir in meinem Kalender mit einer kleinen bunten selbst gemalten Rosette markiert habe: den 2. Februar und den 11. November.  Jene beiden Tage, an denen in Palmas Kathedrale La Seu ein faszinierendes Schauspiel aus Farbe und Licht stattfindet: das sogenannte Lichtspiel der Acht! In wenigen Tagen ist es wieder so weit…

Normalerweise wird die Kathedrale an diesen beiden besonderen Tagen – zur Lichtmesse am 2. Februar und zum Sankt-Martins-Fest am 11. November –  bereits um 8.00 Uhr für die Besucher geöffnet. Warum? Weil das farbenfrohe Lichtspektakel unmittelbar mit den Strahlen der frühen Morgensonne zusammenhängt!

Das Lichtspektakel erstmals live

Doch dieses Jahr ist coronabedingt alles anders – diesmal wird das Ereignis erstmals – ohne Zuschauer vor Ort – aus der Kathedrale live via YouTube übertragen! Das bedeutet: Endlich kann jeder von überall auf der Welt an diesem wundervollen Augenblick virtuell teilhaben. Ist das nicht fantastisch? 

Wer es allerdings nicht mehr bis zum 11.11. aushält, dem verrate ich hier und jetzt schon mal vorab, was sich an besagtem Tag in der Kathedrale so abspielt.

Na dann: Hereinspaziert – das Schauspiel kann beginnen…

Alle bereit? Dann kann das Schauspiel ja beginnen…

 

Kurz nach 8.00 Uhr fallen die ersten frühmorgendlichen Sonnenstrahlen im exakt richtigen Winkel durch die große Hauptrosette an der Ostfront der Kathedrale. Und damit werden nach und nach die unzähligen bunten Mosaikglassteinchen der Rosette durchs Morgenlicht kaleidoskopartig auf die gegenüberliegende Wand projiziert. Nach circa einer halben Stunde ist es dann endlich so weit: Die einmal komplett gespiegelte große Rosette manifestiert sich jetzt direkt unterhalb der Fensterrose des Eingangsportals – und beschert dem Zuschauer die berühmte magische Licht-Acht!

Gleich ist es vollbracht – die magische Acht entsteht!

Spätestens nach einer Stunde ist das faszinierende Lichtspektakel dann auch schon wieder vorbei. Nun heißt es: Warten, bis am 2. Februar 2021 das grandiose Schauspiel erneut von vorne beginnt. Allerdings immer vorausgesetzt, die Sonne scheint ;-))

Wer dieses Schauspiel einmal live miterlebt hat, wird sich den 2.2. und 11.11. zukünftig sicher in seinem Jahreskalender markieren – vielleicht auch mit einer kleinen farbenfrohen Rosette!?

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

02

11 2020

Lieber Weihnachtsmann, wir müssen reden!

Ja, ich weiß, ich bin diesmal verdammt früh dran mit dem Wunschzettelschreiben – aber dieses Jahr ist eben alles auch etwas komplizierter als sonst. Doch, wem sag ich das?! Bestimmt musst selbst Du inzwischen eine Maske tragen, oder?

Na ja, das werde ich ja dann sehen, wenn’s so weit ist und Du mir an Heiligabend mein eines, heiß ersehntes Geschenk vorbeibringst! 

Ja, du hast richtig gehört, ich habe diesmal wirklich nur einen einzigen Wunsch an Dich – doch der hat’s in sich: Kannst Du mir bitte einen Zauberstab schenken, mit dem ich uns von dieser fiesen „Corona-Plage“ befreien kann? – Und sag jetzt bloß nicht gleich Nein…

Okay, okay – wenn das mit dem Zauberstab zu viel verlangt ist, dann nehme ich alternativ auch gern ein anderes probates Wundermittel, das uns Covid-19 endlich vom Hals schafft! Oder sagen wir so: Hauptsache, Du bringst mir irgendwas, das hilft und das uns allen eine positive Perspektive für 2021 gibt! Und wenn ich „uns“ sage, meine ich damit natürlich auch immer meine zweite Heimat Mallorca. Doch das muss ich Dir ja nicht erst erzählen –schließlich „lieferst“ Du mir meine Weihnachtsgeschenke nun schon seit mehreren Jahren nach Palma statt nach Hamburg 🙂

Aber zurück zum Geschenk: Wie wäre es zum Beispiel mit einem wirksamen Corona-Medikament, das es uns ermöglicht, von der „neuen Normalität“ wieder ein kleines Stückchen zu unserer alten zurückzukehren? Das uns hilft, wieder zurückzufinden zu mehr Unbeschwertheit und Spontaneität, zu mehr Sicherheit und Planbarkeit und zu so vielem anderem, was uns im Corona-Jahr 2020 gerade abhanden zu kommen scheint. Wie zum Beispiel dem Pflegen sozialer Kontakte samt dem dazugehörigen Maß an körperlicher Nähe und Zuwendung, das jeder Mensch zum Leben braucht wie die Luft zum Atmen! Seinen Freunden endlich mal wieder ohne schlechtes Gewissen in die Arme fallen zu können oder bei Familientreffen keine Angst mehr haben zu müssen, möglicherweise ungeahnt zum Spreader zu werden – das alles wäre schön!

So, lieber Weihnachtsmann, jetzt weißt Du Bescheid und hast noch genügend Zeit, Dich bis zur Bescherung um meinen Wunsch zu kümmern … Ich warte dann also Heiligabend wie gehabt in Palma mit Glühwein und Stollen auf Dich – und vergiss bloß das Geschenk nicht! 

Liebe Grüße & STAY SAFE!

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs
VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.

22

10 2020

TaPalma – das Tapas-Event des Jahres

Noch 44-mal schlafen, dann ist es endlich wieder so weit … Nein, Weihnachten ist nicht gemeint – ich spreche von der TaPalma, d e m alljährlichen Tapas-Event schlechthin!

Corona zum Trotz dreht sich auch dieses Jahr wieder fünf Tagen lang in der Inselhauptstadt alles um die kleinen kulinarischen Leckerbissen, wenn es vom 25. bis 29. November wieder einmal heißt: Auf die Plätze, Tapas, los!

Und: Lust, auch mal mit von der Partie zu sein, wenn’s darum geht, die besten und neuesten Tapas-Kreationen der Stadt zu kosten?

Wer bisher noch nicht dabei war, dem sei hier kurz verraten, was sich hinter dem Zauberwort „TaPalma“ verbirgt…

TaPalma – Tapas-Fest des Jahres

Der sogenannten Ruta TaPalma zu folgen bedeutet, sich auf eine einzigartige 5-tägige kulinarische Genussreise zu begeben. Eine Reise, die durch rund 40 über die ganze Stadt verteilte Bars und Restaurants führt, die zu einem sagenhaften Preis von zirka 2 Euro pro Tapa individuell kreierte, hauseigene Tapas-Spezialitäten anbieten! Dabei stehen seit 2018 vielerorts auch glutenfreie und rein vegane Häppchen zur Verköstigung bereit. 

On top: Palmas beste Cocktails

Auch Durst leiden muss während der TaPalma keiner, gibt’s doch ein Getränk – meist ein Glas Bier oder Wein – ebenso günstig mit dazu. Aber es wird noch besser: Für alle Fans alkoholischer Mischgetränke stehen in einigen teilnehmenden Lokalen die besten Cocktails der Stadt gleich mit auf dem Programm. Denn im Rahmen des Tapas-Festivals präsentieren die frisch prämierten „Besten Barkeeper“ des Jahres auch gleich noch ihre neuesten Kreationen. Na dann: Salud, liebe Cocktail-Freunde!

Welche Bars und Restaurants sich in diesem Jahr an dem Event beteiligen, verrät die Übersichtskarte „Ruta TaPalma 2020“, die in der Regel ein paar Tage vor Beginn des Festivals auf  der offiziellen Website abrufbar ist. 

Also dann: Nichts wie hin zur TaPalma 2020 – und, wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja!

Kleiner Tipp: Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – Parallel zur TaPalma findet in Palma am 26.11. das traditionelle Anschalten der prunkvollen Weihnachtsbeleuchtung statt (siehe Foto unten)!

Mehr Infos: TaPalma 2020: 25. bis 29.11.2020

Die Autorin ist Gründerin und Betreiberin des Inselblogs VIVA MALLORCA! Sie lebt in Hamburg und Palma de Mallorca.


12

10 2020